Pflanzenextrakte Gegen Besenreiser Und Venenleiden

Pflanzenextrakte gegen Venenleiden

Die meisten topischen Produkte (Salben und Gele) sowie auch Produkte zur innerlichen Anwendung gegen Krampfadern enthalten Extrakte der Rosskastanie und des roten Weinlaubs. Auch Substanzen wie Rutin und OPC werden in diesem Zusammenhang immer wieder genannt. Selbst Mediziner und Apotheker räumen angesichts verschiedener Studienergebnisse sowie vor allem aufgrund von Erfahrungswerten die Wirksamkeit insbesondere der Rosskastanie sowie des Weinlaubs ein. Warum können solche Pflanzenextrakte etwas für unsere in Venen tun? Oder haben wir es hier mit besonders überzeugenden Placebos zu tun?

Entzündungen und Gefäßschwäche bei Venenleiden

Venenleiden gehen mit entzündlichen Prozessen einher. Verschiedene Faktoren wirken dabei auf die Mikrodurchblutung in den Gefäßen ein und setzen diese herab. Zu diesen Faktoren zählen zum Beispiel Übergewicht, mangelnde Bewegung, aber auch Hormone wie das Östrogen. Auch Rauchen und Alkoholkonsum wirken sich belastend auf die Gefäßbeschaffenheit aus.

Veranlagung möglich

Weiterhin gibt es auch eine erbliche Veranlagung für die Ausbildung von Krampfadern, zu denen die Besenreiser als kleinste Form veränderter Venen rechnen. Mangelnde Durchblutung und eine eingeschränkte Venenfunktion führen dazu, dass sich Blut in den Venen staut. Der Rückstrom zum Herzen wird behindert und ist im weiterer Folge der Erkrankung nur noch im eingeschränkten Maße möglich. Im weiteren Verlauf brechen die Gefäßwände regelrecht zusammen, so dass sich geschwürige Knoten ausbilden können und offene Beine drohen. Die Thrombosegefahr steigt, insbesondere, wenn das Blut nicht dünn genug ist.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Das rote Weinlaub und die Rosskastanie enthalten sekundäre Pflanzenstoffe. Diese Substanzen schützen Pflanzen vor Fressfeinden und UV Licht sowie vielen weiteren schädigenden Umwelteinflüssen. Nachgewiesenermaßen haben diese Stoffe auch im menschlichen Organismus viele positive Effekte.  Von einigen Substanzen sind beispielsweise adstringierende (zusammenziehende) und entzündungshemmende Wirkungen bekannt. Obwohl die Forschung in diesem Bereich noch nicht abgeschlossen ist, werden auch der Rosskastanie und dem Weinlaub entsprechende Wirkungen zugeschrieben. Die darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe vermögen in einem gewissen Umfang Gefäße zusammenzuziehen und Entzündungen zu unterbinden.  Außerdem wirken sie in einem bestimmten Umfang innerlich angewendet blutverdünnend, was der Durchblutung in den Extremitäten wie den Beinen zu Gute kommen kann.  Ähnliche Effekte werden auch Hamamelis, Rutin und OPC zugeschrieben.

Aescin im Rosskastanien-Extrakt

Rosskastanien als Wirkstoff gegen Krampfadern

In der Rosskastanie ist der Wirkstoff Aescin für den positiven Effekt verantwortlich. Bei der Substanz wird sogar vermutet, dass sie offene Kapillaren (Blutgefäße) wieder verschließen kann.  Das würde die Wirkung von Rosskastanienextrakt insbesondere auch bei Besenreisern, den kleinsten Venenveränderungen erklären.

Flavonoide als pflanzliche Blutverdünner

Eine bestimmte Klasse sekundärer Pflanzenstoffe gilt als naturbasierter Blutverdünner. Die Rede ist von den sogenannten Flavonoiden. Das in Trauben enthaltene OPC (Oligomere Proanthocyanidine) zählt zu dieser Substanzklasse. Im Gegensatz zu den bekannten synthetischen Blutverdünnern,  haben diese pflanzlichen Substanzen nicht die entsprechenden gefährlichen Nebenwirkungen. Da sie die Durchblutung auch in allerkleinsten Gefäßen stärken können, sind sie auch bei Venenleiden entsprechend hilfreich. OPC kann beispielsweise standardisiert in einem Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. Die wissenschaftliche Forschung ist in diesem Bereich noch nicht abgeschlossen.

Allerdings konnte eine japanische Studie aus dem Jahr 2012 bereits belegen, dass eine OPC-reiche Ernährung die Beinschwellungen nach langem Sitzen lindern kann.

Proanthocyanidin-rich grape seed extract reduces leg swelling in healthy women during prolonged sitting, Atsushi Sano, Shoichi Tokutake, Akihiko Seo, 2012

Studie: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/jsfa.5773 

Weitere Ergebnisse zu erwarten

Bereits jetzt bewähren sich pflanzliche Extrakte bei Venenleiden in verschiedenen Produkten zur äußerlichen und innerlichen Anwendung. Bei aller Skepsis der Schulmedizin sprechen die positiven Erfahrungen einer Vielzahl von Anwendern hier für sich. Zwar gehören schwere Venenleiden in die Hand erfahrener Ärzte, jedoch können pflanzliche Extrakte in vielerlei Anwendungsform die Behandlung gerade von leichten Krampfadern unterstützen. Sie stärken das Wohlbefinden der Betroffenen oft sehr. Dabei hat sich gerade die topische Anwendung als sehr nebenwirkungsarm und äußerst verträglich erwiesen. Die äußere Anwendung in Gelen und Cremes kann außerdem mit weiteren Zusatzfunktionen verbunden werden, die das optische Erscheinungsbild gerade von Besenreisern sofort verbessern. Besenreiser werden oft als ein kosmetisches Problem abgetan, ohne dass die psychische Belastung Betroffener entsprechend berücksichtigt wird.

Vertrauen in pflanzliche Mittel steigt

Vertrauen in die Natur

Viele Menschen haben ein besseres Gefühl, wenn pflanzliche Substanzen zum Einsatz kommen. Obwohl auch Pflanzenextrakte zu Unverträglichkeitsreaktionen führen und Nebenwirkungen haben können, sind diese oft weniger schwerwiegend und besser überschaubar als bei synthetischen Stoffen. Ein Wermutstropfen bei dieser Betrachtungsweise ist, dass die Kosten vieler kosmetischer Mittel auf pflanzlicher Basis und auch für pflanzliche Arzneimittel nicht von den Krankenkassen übernommen werden. Wer unter Besenreisern leidet, hat eine größere Auswahl an effektiven Produkten auf pflanzlicher Basis zur Auswahl, wie begeisterte Anwender immer wieder zu berichten wissen. Diese sind gerade als Creme oder Gel auch besonders einfach und komfortabel in der Anwendung, was ebenfalls für diese Mittel gegen Besenreiser spricht.

Linktipp: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=40005

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