Wie Sich Der Lebensstil Auf Die Ausbildung Von Besenreisern Auswirkt

Lebensstil verantwortlich fuer Krampfadern und Venenleiden

Besenreiser gelten nach Auffassung vieler Menschen als vererbt. Tatsächlich scheint es gewisse Veranlagungen für die Entwicklung von Venenschwächen zu geben, deren erste sichtbare Symptome Besenreiser sein können. Daneben gibt es aber noch weitere Faktoren, die die Entstehung von Besenreisern und später möglicherweise auch größeren Krampfadern fördern. Männer und Frauen können gleichermaßen Besenreiser und größere Krampfadern entwickeln, Frauen sind durchschnittlich stärker betroffen. Durch die weite Verbreitung von Übergewicht leiden heute bereits Jugendliche oftmals unter Krampfadern (Varizen). Der eigene Lebensstil kann dabei ein mitverursachender Faktor für die Ausbildung von Krampfadern sein.

Venenschwäche, Krampfadern und Besenreiser - wie hängt das zusammen?

Von einer Venenschwäche wird gesprochen, wenn die die Venenklappen ihre Funktion nicht mehr ordnungsgemäß erfüllen. Werden Venenklappen überlastet, transportieren sie das Blut nicht mehr weiter Richtung Herz. Es kommt zu Stauungen in den Venen und infolgedessen zu Krampfadern. Auch Besenreiser sind Krampfadern, wenn auch in der kleinsten Form. Durch den Blutstau in den Gefäßen leiern diese regelrecht aus, die Venenwände geben nach. Es entstehen die charakteristischen spinnenartigen, unter der Haut sichtbaren Verästelungen, die einem Reisigbesen ähneln können. Später können größere schlangenartige Krampfadern (Varizen) sowie Geschwüre und Knoten entstehen. Ernste Venenleiden können zu offenen Beinen führen sowie Thrombosen begünstigen.

Übergewicht und hoher Blutdruck

Übergewichtige Menschen entwickeln oftmals eine Venenschwäche, ebenso wie Menschen, die unter einem zu hohen Blutdruck leiden. In beiden Fällen werden die Gefäße hohen, physikalischen Belastungen ausgesetzt, denen sie unter Umständen nach einer Weile nicht mehr standhalten und nachgeben. Der erste Schritt dahin kann die Ausbildung von Besenreisern sein, weil die kleinsten Venen als erstes nachgeben.

Antibabypille und Schwangerschaft

Das Hormon Östrogen kann für die Erschlaffung von Gefäßwänden sorgen. Deshalb entstehen auch bei Einnahme der Antibabypille vielfach Besenreiser und unter Umständen sogar größere Krampfadern. Kommt hier noch eine individuelle Veranlagung für eine Venenschwäche hinzu, ist die Antibabypille zur Verhütung möglicherweise nicht Mittel der Wahl. Dabei ist zu berücksichtigen, dass größere Krampfadern später nicht mehr nur ein kosmetisches Problem darstellen. Mit der weiteren Ausbildung von Schwellungen, Geschwüren und Knoten steigt auch die Thrombosegefahr an. Bei einer Thrombose lösen sich kleine Blutgerinnsel aus den Gefäßwänden und bewegen sich auf einer Wanderschaft durch den Körper. Dabei können sie beispielsweise die Lunge verstopfen und zu einer Lungenembolie führen.  In aller Regel sind die Venen auch während einer Schwangerschaft stark belastet. Vorbeugend sind Kompressionsstufe zu empfehlen.

Einseitig sitzende oder stehende Tätigkeiten

Langes Sitzen und Stehen belastet die empfindlichen Venen stark. Viele Betroffene klagen hier nicht nur über die Ausbildung von Besenreisern, sondern auch über schwere, schmerzende und geschwollene Beine. Hier hilft eine Entlastung der Beine durch regelmäßiges Hochlegen.

Was die Venen mögen und was Krampfadern vorbeugt

Der Venengesundheit kommen regelmäßige Bewegung und sportliche Betätigung entgegen. Neben einer speziellen Venengymnastik sind Schwimmen, Wandern, Gehen und Radfahren gut für die Stärkung der Venenfunktion. Die Ausdauersportarten sorgen für entsprechenden Druck auf die Gefäße was deren Funktionsfähigkeit unterstützt.

Kneipp Anwendung

Kneipp- Anwendungen mit kalten Güssen werden ebenfalls von vielen Medizinern zur Vorbeugung und Unterstützung der Venenfunktion empfohlen. Besonders bekannt ist hier dabei der sogenannte Knieguss, der die Venenklappen in diesem Bereich unterstützen hilft.

Der allgemeine Zustand der Gefäße profitiert auch von einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung. Verschiedene Mikronährstoffe unterstützen insbesondere die Flexibilität der Gefäße, was insgesamt auch der sogenannten" Verkalkung" entgegenwirkt. Nur bewegliche, flexible Gefäße funktionieren einwandfrei. Verkalkte Gefäße, die mit entsprechenden Abfallstoffen zugesetzt sind, sind hart und können ihre Funktion nicht mehr einwandfrei erfüllen.

Es bietet sich hier die Einnahme von verschiedenen sekundären Pflanzenstoffen an, die oftmals auch in normalen Lebensmitteln enthalten sind sekundäre Pflanzenstoffe schützen Pflanzen vor schädlichen Umwelteinflüssen zum Beispiel vor UV-Strahlung und Fressfeinden. Die wissenschaftliche Forschung zu diesen Stoffen ist noch nicht abgeschlossen. Allerdings gehen Wissenschaftler schon nach der jetzt vorliegenden Studienlage davon aus, dass Stoffe wie OPC oder Rutin unter anderem die Venengesundheit unterstützen. OPC ist zum Beispiel in Weintrauben enthalten. Ähnlich wie das Flavonoid Rutin.

Viel trinken! - Die Venen freuen sich auch über eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Stilettos sollten im Schrank bleiben! - Wer zu Venenproblemen neigt, sollte außerdem auf flachen Absätzen gehen und stehen. Regelmäßiges Barfuß-gehen unterstützt die Venenfunktion ebenfalls.

Barfuss als vorbeugende Massnahme

Lymphmassagen und Massagen allgemein

Besonders, wenn Besenreiser mit schweren, müden Beinen einhergehen, schwören viele Betroffene auf die verschiedensten Massageformen zur Linderung ihrer Beschwerden. Massagen können allerdings keine vorhandenen Besenreiser entfernen helfen. Ihre Funktion ist es, die Durchblutung an den betroffenen Stellen zu erhöhen und hier bei regelmäßiger Anwendung ein gewisses Niveau zu halten.

MERKE: Alles, was der Durchblutung besonders in den Beinen förderlich ist, kann der Ausbildung von Besenreisern und großen Krampfadern entgegenwirken. Bewegung spielt dabei eine Hauptrolle.

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